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May 10 10 12:48 PM

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Welcome to the Moon, Major Kane

Die Zahl an Ego-Shootern auf dem DS steigt immer weiter an. Ob Call of Duty, Metroid Prime Hunters oder mehr oder weniger bekannte Titel wie Dementium - Die Anstalt. Nicht allzu lange ist es her da hat das amerikanische Entwicklerstudio Renegade Kid eben Dementium - Die Anstalt herausgebracht. Und nun folgt Renegade Kids zweiter Streich. Moon.
In den Gameplayvideos sieht Moon aus wie eine Mischung aus Metroid und Quake oder ein anderer Space-Shooter. Ob sich Moon da zu viel abgeguckt hat und ein Klon von diesen Titeln wird? Das erfahren wir in meinem Review zu Moon...

STORY:

Selten gelingt es Ego-Shootern eine Geschichte zu erzählen die einen fasziniert. Mich haben nur wenige Ego-Shooter storymäßig beeindruckt. Da wären nur ein paar Spiele. Wie die Condemned Serie von SEGA, Half-Life oder BioShock. Auch Moon hat eine gute Story. Da macht es auch nichts das Moon keinen Multi-Player hat, denn Moon ist hauptsächlich auf den Solo-Modus ausgelegt. Aber worum gehts denn jetzt?
Nun es ist das Jahr 2038 und die Menschheit ist endlich auf dem neuesten Stand und sie weiß, dass sie nicht allein ist. Nur befinden sich die fiesen Aliens im Mond. Denn dort haben sich Luken geöffnet die ins Mondinnere führen. Ein Team einer Spezialeinheit wurde dort hinein geführt und sie sind verschollen. Nun sollt ihr als Major Edward Scott Kane mit eurem Team in einer dieser Luken steigen und die Aliens bekämpfen. Beginnen tut alles eigentlich konvertionell. Major Kane verfasst einen Log in sein Tagebuch und dann landet ihr endlich auf dem Mond. Ihr lernt dort den Rest der Crew. Schließlich müsst ihr noch in den Konferenzsaal um euch mit dem Captain der Mission zu treffen. Dort angekommen geht der Alarm los. Eure Crew wurde von den Aliens in einen Hinterhalt gelockt und sie wurde getötet. Euch als Major bleibt nun nichts anderes übrig als in die Luke zu steigen und den Aliens in ihren Hintern zu treten.
Das alles ist nur der Anfang einer grausamen Odyssee im Mondinneren. Dabei werdet ihr eine ebenso grausame Geschichte enthüllen.

GRAFIK:

Die Grafikengine ist seit Dementium - Die Anstalt so gut wie unverändert. Das im positiven wie im negativen Sinne. Die Charaktere sowie Hintergründe sehen genauso aus wie in Dementium. Ebenfalls die Waffen sehen genial aus, sind aber nicht zu vergleichen mit denen aus Dementium. Warum eigentlich vergleichen? Die Waffen sind super detailliert und selbst Lichteffekte bei jedem einzelnen Schuss sind vorhanden. Das ist für den DS einfach unglaublich. Leider ist da wo ein Licht ist auch ein Schatten. Die negativen Seiten der Grafik sind die wenig abwechslungsreichen Schlauchlevel. Auch schade ist das die Alien keine wirklichen Aliens sind, wie beispielweise in Alien vs. Predator oder Dead Space, sondern es sind irgendwelche Roboter-dingens Viecher. Schade eigentlich, aber nicht gravierend schlimm.
Mein kleines persönliches Highlight sind aber die Fahrten mit dem Mondbuggy. In dem Fahrzeug düst ihr in bestimmten Missionen über die Mondoberfläche und während der Fahrt könnt ihr das unendliche Weltall sehen und sogar einen Blick auf die Erde und die Sonne werfen (nicht zu lang in die Sonne sehen sonst wird der Bildschirm ganz hell und ihr seht kurze Zeit nichts mehr).
Tja. Mehr gibts zur exzellenten Grafik nicht mehr zu sagen.

SOUND:

Ach, der Sound bei Moon ist so eine Sache für sich. Jeder kennt doch sicher so alte Science-Fiction Filme. Dort sind die Sounds immer so abgedreht schräg. Da kann einem ganz schön der Kopf weh tun, besonders wenn ihr mit Kopfhörern hört. Trotzdem immens schlimm ist das nicht, denn die Hintergrundmusik wird durch die absolut großartige Synchronisation wieder wett gemacht. Die Synchronsprecher sind klasse gewählt und waren anscheinend motiviert bei der Arbeit, denn die Sprecher sind einfach klasse. Zu dem klingen die Stimmen wie aus einem Funkgerät gesprochen was der erstklassigen Atmosphäre perfekt zu Gute kommt.
Auch ganz toll klingen auch die Schussgeräusche der Waffen.
Zu all dem lauft Moon auch super flüssig und prahlt mit einer immer zu stabilen Framerate die so gut wie nie stockt oder ruckelt geschweige denn zusammenbricht.

STEUERUNG:

Typische DS Ego-Shooter Steuerung. Per Steuerkreuz bewegt ihr euch durch die Aliendungeons während ihr mit L den Aliens Dampf unterm Hintern macht. Dies funktioniert für alle die jemals einen Ego-Shooter auf dem DS gespielt haben werden mit der Steuerung absolut keine Probleme haben. Nur für die die noch keinen gespielt haben, und mit Moon ihr Debüt feiern, brauchen vielleicht eine halbe Stunde Einarbeitungszeit.Ach, ja die Steuerung lässt sich auch für Linkshänder einstellen.

GAMEPLAY:

Auch das Gameplay enttäuscht den geneigten Ego-Shooter Fan so gut wie nie. Ob auf dem Mond per Buggy oder zu Fuß, oder im Alienraumschiff oder auch im Mondinneren. So gut wie überall wird gekämpft. Das beeindruckt besonders Fans von klasse Inszinierung. Denn die Präsentation ist außerordentlich gut für ein DS Spiel und lässt staunen.
Nur leider vermisse ich in Moon, obwohl ich anfangs erwähnt habe das es egal wäre, einen Multi-Player. Schließlich ist es bei Ego-Shootern immer dann am spaßigsten, wenn man im Team oder gegeneinander gegen Aliens oder Terroristen kämpft. Da habe ich doch nicht Unrecht oder? Dabei wären, mit den Gameplay-Elementen in Moon, innovative und spaßige Multi-Player Modi zu machen. Wie zum Beispiel ein Mondbuggyrennen. Das wäre doch cool.
Naja, vielleicht im potentiellen Nachfolger. Der bei der tollen Endsequenz nicht auszuschließen ist.

FAZIT:

Wow. Moon ist ein DS Spiel der "nächsten Generation". Die Grafik, die Atmosphäre. Alles passt. Hinzu kommt noch eine klasse präsentierte Geschichte die jeden Storyfetischisten mehr als zufrieden stellt. Auch der Rest passt. Nun fasst bleibt sonst noch zu sagen, außer dass jeder der auch nur ein bisschen was für Ego-Shooter übrig hat, sich dieses Spiel holen muss. Ihr werdet es nicht bereuen.

8.5/10

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